Kuba-Kolonial

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Provinzen

 

Ciudad de La Habana Hauptstadt von Kuba und zugleich eigenständige Provinz. Havanna ist mit 2.201.610 Einwohnern (Volkszählung 2002) nach Caracas und Maracaibo (Venezuela) die drittgrößte Stadt in der Karibik.

Geschichte

Ursprünglich wurde Havanna im Jahr 1515 von dem Konquistador Diego Velázquez de Cuéllar in der Nähe der heutigen Stadt Batabanó gegründet. Im Jahr 1519 wurde Havanna an den heutigen Standort verlegt. Die Stadt entwickelte sich aufgrund der überaus günstigen Lage zu einem wichtigen Handels und Militärhafen.

Die Stadt litt sehr unter Angriffen von Piraten, die von den wertvoll beladenen spanischen Schiffen angezogen wurden: 1538 wurde sie niedergebrannt und 1553/1555 geplündert. Havanna wurde 1607 Hauptstadt der spanischen Kolonie Kuba. Großbritannien nahm 1762 während des Siebenjährigen Krieges die Stadt ein und tauschte sie im Pariser Frieden gegen Florida. Nachdem sie wieder in spanischem Besitz war wurde sie zur am stärksten befestigten Stadt Amerikas ausgebaut.

Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Platz der Revolution (Plaza de la Revolucion). Geprägt ist der Platz durch einen 142 Meter hoher Obelisken, der zusammen mit einer Sitzstatue José Martís an den Dichter und Freiheitshelden erinnert. Um den riesigen Platz herum gruppieren sich Regierungsgebäude, die wie das Monument aus den Jahren vor der kubanischen Revolution stammen. Darunter das Innenministerium mit einem Wandbild Ché Guevaras aus Stahl und dem monumentalen Gebäude des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas (PCC). Am Ersten Mai füllt sich der Platz mit Millionen von Menschen, die aus dem ganzen Land anreisen um den Feiertag zu begehen.
Unweit des Platzes der Revolution befindet sich der größte Friedhof Lateinamerikas, der Cementerio Cristóbal Colón.

Wirtschaft

Havanna ist der bedeutendste Industriestandort in Kuba. Angesiedelt ist hier insbesondere die Produktion von Metallwaren, Maschinen und chemischen Erzeugnissen. Außerdem werden Spirituosen (z.B. der Rum Havana Club), Tabakwaren und Textilien produziert. Zigarren, die in Havanna selbst gedreht werden, heißen nach der Stadt Havannas. Alle anderen Zigarren dürfen diesen Namen nicht verwenden

Sehenswürdigkeiten

Besonders sehenswert ist die Altstadt Havannas, mit ihren barocken und neoklassischen Monumenten, die zu den ältesten spanischen Kolonialsiedlungen gehört. Sie wurde bereits 1982 unter das UNESCO Weltkulturerbe gestellt, und wird seitdem stückweise restauriert. Eines der schönsten Gebäude darin ist der Palacio de los Capitanes Generales, der ehemalige Gouverneurspalast. Außerdem sehenswert ist das Castillo de la Real Fuerza, sowie die Hafenfestung auf der östlichen Seite der Einfahrt zur Bahia, La Cabaña.

Weitgehend von jeglicher Restaurierung verschont geblieben ist der Stadtteil Centro Habana, der sich westlich des Prado bis an den Malecon erstreckt. Dies ist gleichzeitig eines der ärmsten Viertel der Stadt, in das sich nur selten Touristen verirren. Die Bausubstanz hier ist überwiegend von Zerfall geprägt. Ein Besuch dieses Bereichs der Stadt bietet einen anderen Einblick in die Lebensbedingungen der kubanischen Bevölkerung als der Besuch von schon renovierten Gegenden der Stadt, wie z.B. Habana Vieja oder Vedado

Vinales Tal 

 Pinar del Río

  • Hauptstadt: Pinar del Río
  • Fläche: 10.931 km²
  • Einwohner: 721.900 Bevölkerungsdichte: 66,1 Einwohner pro km²

Pinar del Río ist die westlichste Provinz Kubas. Ihre Hauptstadt ist Pinar del Río. Mit 10931 km² ist sie Kubas drittgrößte Provinz und wird im Osten von der Provinz La Habana begrenzt. Im Norden grenzt sie an den Golf von Mexiko und im Süden an die Karibik.

Geografie

Die 175 km lange Cordillera de Guaniguanico bildet das Rückgrat der Provinz Pinar del Río. Sie erhebt sich am Pan de Guajaibón bis auf 699 Meter. Südlich und nördlich des Gebirges befinden sich Küstenebenen, deren Großteil sumpfig ist. Im Gebirge liegt die Sierra del Rosario welche unter UNESCO Schutz steht, außerdem liegt westlich davon die Sierra de los Órganos (Orgelpfeifengebirge). Im Tal dazwischen, dem Valle de Viñales, liegt der touristisch bedeutsame Ort Viñales. In diesem Tal befinden sich so genannte Mogotes, das sind bewachsene Kegelkarstfelsen. Aufgrund des karstigen Untergrundes gibt es außerdem viele Höhlen in dieser Gegend. Auch unterirdische Flüsse existieren.

Der längste Fluss der Provinz ist der Río Cuyaguateje, der 112 km lang ist, den westlichen Teil der Sierra de los Órganos entwässert und in die Bahía de Cortés fließt. Der größte Teil des Baumbewuchses besteht aus Kiefernwäldern, natürlich sind aber auch die für Kuba so typischen Königspalmen allgegenwärtig.

Eine bezüglich Flora und Fauna interessante Region ist auch das Biosphärenreservat Península de Guanahacabibes, diese Halbinsel ist gleichzeitig der westlichste Punkt Kubas. Ein Großteil der Küste von Pinar del Río war Mangrovenwald (vor der Abholzung) oder ist felsig (durch die erosiven Kräfte des Meeres sehr scharfkantige Felsen), also sind wenig Sandstrände vorhanden.

 

 

 

 

 

 

 

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