Habana vieja und Centro Habana

Calle Obispo

Bummelmeile mit Cafés, Restaurants und Läden. Sie durchquert die Altstadt vom Parque Central bis zur Plaza de Armas, war einst die erste asphaltierte, die Hauptgeschäftsstraße und als Sitz der Nationalbank (1907) die »Wallstreet« Havannas. Nicht versäumen sollten Sie einen Besuch in den originalgetreu wieder hergerichteten alten Apotheken Johnson (Nr. 260) und Taquechel (Nr.155). An der Ecke Calle Cuba öffnet sich der Blick in einen fürstlichen Palast von 1836, heute das Hotel Florida (25 Zi., Tel. 07/862 41 27, Fax 862 41 17). Und im Hotel Ambos Mundos (53 Zi., Tel. 07/860 95 30, Fax 860 95 32) an der Ecke Calle Mercaderes könen Sie das ehemalige Zimmer Hemingways besichtigen.

Complejo El Morro

Das 1589 begonnene Castillo de los Tres Reyes del Morro ist der ältere Teil des Festungskomplexes. Baumeister war der Italiener Batista Antonelli, von dem auch das Verteidigungssystem von Cartagena (Kolumbien) stammt. Die große Anlage daneben, die Fortaleza de la Cabaña, entstand nach dem Abzug der Engländer 1774. Hinter dem portalgeschmückten Eingang öffnet sich eine eindrucksvolle Anlage mit Waffenmuseum (Museo de Armas y Fortificaciones), der Kommandantur Che Guevaras (Museo Memorial Comandancia del Ché), einer Cafeteria und Souvenirläden. Zwischen beiden Festungen befindet sich das Fischrestaurant La Divina Pastora mit seinem phantastischen Blick über die Hafeneinfahrt und die Altstadt (tgl. 12-23 Uhr, Tel. 07/860 83 42). Zufahrt von der Altstadt durch den Tunnel; tgl. 8-22 Uhr, Festungen 10-18 Uhr, Eintritt 1 US $, Museumsbesuche 2 oder 3 US $, Foto- bzw. Videoerlaubnis zusätzlich 2 bzw. 5 US $). Zur Zeremonie des cañonazo (Abfeuern von Kanonenschüssen, tgl. 20.30 Uhr), kostet das Betreten des Komplexes 5 US $.

Parque Central

Prachtplatz des Centro Habana, das mitsamt dem Paseo de Martí (Prado) den Wohlstand Havannas um die Wende zum 20. Jh. widerspiegelt. Beherrscht wird der Platz vom Kapitol (1929), dem ehemaligen Repräsentantenhaus, das stark dem Capitol in Washington nachempfunden ist; im ersten Stock ist ein Saal Kid Chocolate gewidmet, dem berühmtesten Boxer Kubas. Nördlich vom Kapitol fällt die überladene neoklassizistische Fassade des Gran Teatro García Lorca (1838) auf, in dem Kubas Nationalballett tanzt (Tel. 07/862 94 73). Ein paar Schritte weiter lädt das älteste Hotel am Platz, das Inglaterra (83 Zi., Tel. 07/860 85 93, -7, Fax 860 82 54), Nostalgiker zum Verbleib in altehrwürdigen Salons und modernisierten Zimmern ein. Gegenüber ist das neoklassizistische Edificio Manzana de Gomez (1910) zu sehen. Dahinter, in der Calle Montserrate, erhebt sich der alte Hauptsitz der vorrevolutionären Rumdynastie der Bacardís, das Edificio Bacardí (1929), ein Meisterwerk des Art déco. Unweit davon finden Santería-Freunde das Museo de los Orishas (Paseo del Prado 615, zw. Monte/Dragones, 9-17 Uhr, Eintritt 10, ab 2 Pers. je 6 US $).

Plaza de Armas

Beherrscht wird der lauschige Platz mit dem großen Ceibabaum vom 1776 erbauten Palacio de los Capitanes, dem früheren Regierungssitz der Generalkapitäne. Heute ist hier das Stadtmuseum mit kostbarem Mobiliar des 18./19. Jhs. untergebracht (tgl. 9.30-18.30 Uhr, Eintritt 3 US $). Gegenüber erhebt sich der ehemalige Palast des Herzogs von Santovenia, in den das kleine, feine Hotel Santa Isabel einzog (27 Zi., Tel. 07/860 82 01, Fax 860 83 91). Gen Norden Calle O'Reilly) wird er vom ältesten Kastell Havannas flankiert, dem Castillo de la Real Fuerza (1558-70). Auf der Spitze prangt das Wahrzeichen Havannas: La Giradilla. Die Bronzestatue stellt Inés de Bobadilla dar, wie sie vergeblich auf ihren Ehemann Hernando de Soto wartet, der 1542 in Florida im Kampf mit Indianern starb. Innen ist kubanische Keramik zu sehen (tgl. 8-19 Uhr).

Plaza de la Catedral

Schönster historischer Platz. Beherrscht wird er von der barocken Muschelkalkfassade der Kathedrale. Der Kirchenbau wurde 1748 noch von den später vertriebenen Jesuiten begonnen und von der spanischen Kolonialregierung 1789 fertig gestellt. Die Fresken und den Hauptaltar schufen die italienischen Künstler Bianchini und Peruvani. Bis 1898 ruhten hier auch die Gebeine von Christoph Kolumbus (heute in Santo Domingo). Gegenüber der Kathedrale liegt der ehemalige Palast des Grafen von Bayona (1720), in dem das Museo de Arte Colonial eine Schau kostbaren Inventars aus der Kolonialzeit zeigt (Mi-Mo 10.15-17.45 Uhr, Eintritt 2 US $); an der Kasse kann man sich eine Übersicht über das monatliche Kulturprogramm in der Altstadt mitnehmen. Das mit schönen Arkaden verzierte Gebäude mit dem Treffpunktrestaurant El Patio in der Mitte war der Palast des Grafen von Aguas Claras (gutes kreolisches Essen, z. B. pierna de cerdo al jugo, Saftschweinekeule, tgl. 12-23 Uhr.

Plaza de San Francisco

Der samt Löwenbrunnen komplett restaurierte Platz liegt mit dem ehemaligen Handelskontor (Lonja de Comercio), der ehemaligen Post, dem Kloster San Francisco (mit dem einzigen Sakralamuseum Havannas) und beliebten Lokalen gegenüber dem Kreuzfahrthafen. Einen Besuch wert ist vor allem das Gourmetlokal Café del Oriente mit seiner Bar im edlen Fin-de-Siècle- Stil, Restaurant tgl. 12-24 Uhr, Bar rund um die Uhr.

Museo Hemingway

Das Haus liegt am Rand Havannas, ca. 20 Autominuten südlich der Altstadt. Möbel, Jagdtrophäen, zahllose Bücher, Fotos, Dokumente und private Erinnerungsstücke - alles blieb fast so, wie es Ernest Hemingway (1899-1961) einst zurückgelassen hat. Die Finca La Vigía hatte der Schriftsteller 1940 erworben. Finca La Vigía, San Francisco de Paula, Mi-Mo 9-16.30 Uhr, Eintritt 2 CUC

Plaza Vieja

Der einzige Platz Alt-Havannas, der nicht zusammen mit einer Kirche oder einem Regierungsgebäude entstand, ist das jüngste Schmuckstück des Stadtrestaurators. Das stattlichste Haus, geschmückt mit einem schmiedeeisernen Balkon, ist die Casa del Conde de Jaruco (1768). Ins Auge fällt auch der blau gestrichene alte Wohnpalast, in den die kubanische Bildbank Fototeca einzog (wechselnde Fotoausstellungen, tgl. 10-17 Uhr, Eintritt frei). Nur wenige Ecken weiter, in der Calle Cuba zwischen Calle Sol und Calle Luz, breitet sich das 1638 gegründete Convento de Santa Clara aus, das älteste Nonnenkloster Havannas, in dem noch zwei Kreuzgänge erhalten sind - einer davon ist Teil eines Hotels.

Stadtmauer

Auf dem Weg zum alten Bahnhof (1912) ist noch ein Überrest der Stadtmauer zu sehen. Gegenüber vom Bahnhof steht das Geburtshaus von José Martí. In dem Museum ist das Leben des Freiheitshelden und Dichters dokumentiert (C. Leonor Pérez 314, Di-So 9-17 Uhr, Eintritt 1 US $).

Matanzas

Ciénaga de Zapata

Das ökologisch bedeutendste Feuchtgebiet Kubas erstreckt sich über die gesamte gleichnamige Halbinsel und ist von Flüssen und Lagunen durchzogen. Mit seiner dichten Mangrovenwaldvegetation bietet es seltenen Wasservögeln und -pflanzen einen idealen Lebensraum. Das Tor zu diesem riesigen Gebiet ist La Boca an der Laguna del Tesoro. Man kann eine Krokodilzuchtstation besichtigen und das Fleisch der eigens für Schlachtzwecke gehaltenen Tiere probieren (tgl. 8-16.30 Uhr, Eintritt 3 CUC). Hauptziel der Bootsausflüge ab La Boca ist das Indianerdorf Guamá.

Cienfuegos

Castillo de Jagua

Die Festung (1745) schützte die engste Stelle der Cienfuegos-Bucht vor Piraten aus Jamaica. Von der Mole vor dem Hotel Pasacaballo starten Boote zur Überfahrt.

Trinidad

Die 1513 von Velázquez gegründete Stadt (36 000 Ew.) gilt als das »Rothenburg Kubas«. Holpriges Kopfsteinpflaster (aus Boston importiert), hohe Holztüren und bis unter die roten Dachziegel vergitterte Fenster, barocke Kirchtürme und Pferdekutschen (für Touristen). Reich wurde Trinidad wie so viele kubanische Städte Anfang des 19. Jhs. während des Zuckerbooms. Sklavenbefreiung und Unabhängigkeitskrieg stoppten dann die Entwicklung, Trinidads Hafen verlor an Bedeutung. 1950 zum Nationaldenkmal und 1989 von der Unesco zum Weltkulturgut erklärt, gehört Trinidad heute zusammen mit dem im Hinterland anschließenden Valle de los Ingenios, dem Tal der Zuckerfabriken, zu Kubas bedeutendsten Touristenattraktionen. Etwa zehn Fahrminuten entfernt liegt die schöne, breite, weiße Playa Ancón, und im gebirgigen Hinterland lockt Topes de Collantes mit Wanderwegen zu Wasserfällen.

Palacio de Valle

Gotik, napoleonische Neoklassik und maurische Stilelemente mischen sich in dieser Villa. Erbauen ließ sie 1913 für fast 2 Mio. US $ der reiche Spanier Ciscle de Valle y Blanco. Die Räume des Erdgeschosses dienen als Restaurant. Spezialität sind Meeresfrüchte (Ave. 0/Calle 37, Punta Gorda, tgl. 10 bis 23 Uhr. Hausbesichtigung 1 US $ (inkl. Cocktail)

Parque Martí

Großzügig angelegt, mit Musikpavillon und Stühlen, drum herum restaurierte Prachthäuser: das klassizistische Teatro Tomás Terry (1890), der Anfang des 20. Jhs. erbaute Palacio Ferrer mit Aussichtsturm, das Museo Provincial (vor dem Regierungspalast, Mo-Fr 10-17, Sa 9 bis 13 Uhr, Eintritt 2 US $), in dem die Geschichte der Stadt dokumentiert ist, und schließlich die Kathedrale.

Valle de Viñales

Cueva del Indio

Die Höhle durchströmt ein kleiner Fluss, den man während der Besichtigung mit einem Boot befährt. Restaurant und Laden vor dem Eingang. Wer den abendlichen Ausflug Tausender Fledermäuse aus der Höhle miterleben will, sollte sich rechtzeitig um 17.45 Uhr am Ausgang der Höhle beim Ranchón campestre einfinden. Tgl. 9-22 Uhr, Eintritt 3 US

Mural de la Prehistoria

Mit etwas Phantasie kann man sich beim Betrachten des riesigen Wandgemäldes (1961) von Leovigildo González auf der Kalkwand des Mogote Dos Hermanos wie auf dem Grund eines Urmeeres fühlen (tgl. 8-19 Uhr, Eintritt 1 US $). Das Restaurant Dos Hermanos serviert die Spezialität Schweinebraten mit arroz moro, tgl. 8-16 Uhr.

Camaguey

Cayo Largo

Es ist das südlichste einer Reihe von Inselchen zwischen der Halbinsel Zapata und der Isla de la Juventud: das nur 38 km² kleine Cayo Largo (nur auf dem Luftweg erreichbar, von Varadero aus auch als Tagesausflug). Viele halten es für den schönsten Platz Kubas, weil hier das karibische Meer so allgegenwärtig ist, der Strand so weiß und so lang wie die ganze Insel: 25 km. Wer eine Sandbank als Sonnenbank vorzieht, setzt zur Playa Sirena über. Außerdem starten Schiffe zum Palmenstrand der Cayo Avalos, zur Leguaninsel Cayo Iguana, zu den Schnorchelparadiesen von Cayo Rico und zur Seevogelkolonie Cayo Pájaro. Das luxuriöseste Hotel auf der Insel ist das Sol Cayo Largo, ein Haus der spanischen Meliá-Sol-Gruppe (296 Zi., Tel.045/24 82 60, Fax 24 82 65). Schön am Rand der Hotelzone gelegen sind die 53 palmgedeckten Strandcabañas des Hotels Villa Lindamar (Tel.045/24 81 11, Fax 24 81 69).

Santiago de Cuba

Acuario Baconao

Größte Attraktion des renovierten Aquariums ist der 30 m lange Acryltunnel durch das riesige Haibecken. Ctra. Baconao, km 27,5, Di bis So 9-17 Uhr, Eintritt 3 US $, Schwimmen mit Delphinen 25 US $

Calle Padre Pico

Die von pittoresken Häuschen flankierte Treppe verbindet die Unter und die Oberstadt und ist ein beliebtes
Fotomotiv.

Castillo del Morro

Mit phantastischem Blick übers Meer liegt die gut erhaltene Festung an der Einfahrt zur Bucht. Das Piratenmuseum (tgl. 9-19 Uhr, Eintritt 4 US $) gibt Auskunft über die Freibeuterzeit.