
Kuba ist die größte Insel in der Karibik. In der Rangfolge der größten Inseln der Welt liegt sie auf Platz 15.Das Nachbarland im Norden sind die USA mit ihrem Bundesstaat Florida. Im Nordwesten liegt der Golf von Mexiko, im Westen die mexikanische Halbinsel Yucatán. Kuba ist großteils eben, mit Hügellandschaft und Bergen hauptsächlich im Südosten. Der höchste Punkt ist der Pico Turquino (1.974 m) in der Sierra Maestra. Havanna ist die größte Stadt Kubas und Hauptstadt der Insel. Die nächst kleineren Städte sind Santiago de Cuba, Holguín und Camagüey.
Die 4025km lange in schroffe Gesteinsformen gefressene Küste sowie der gesamte kalkhaltige Untergrund der Insel wird von oberirdischen und im Meer liegenden Kalksteinhöhlen bestimmt. In diesen Regionen gibt es einige Quellen. An den Küsten liegen viele lange Sandstrände außer an der steilen felsigen Südküste.
Die südlich gelegene 3050 km² große Isla de la Juventud ist zum großen Teil flach. Nur in der nördlichen Region rund um den Hauptort Nueva Gerona gibt es kleinere Höhenzüge mit Erhebungen bis 280 m. Während der Norden mit seinem fruchtbaren Boden als Anbaugebiet für Früchte genutzt wird, ist der südliche Teil von Sumpfgebieten und Kiefernwäldern durchzogen, weswegen die Insel bis 1978 offiziell den Namen Isla de Pinos (dt. Kieferninsel) trug. Darüber hinaus besitzt die Insel die größten Marmorvorkommen Kubas.
Küsten und Gewässer
Auf Kubas Hauptinsel sind weite Bereiche der Nordküste felsige Steilküsten, da sich die Insel durch tektonische Vorgänge seit Jahrmillionen aus dem Meer nach oben hebt. Die Südküste ist eher flach; in ihrem Verlauf erstrecken sich Sandstrände, Mangrovenwälder und vor allem die Sümpfe der Zapata-Halbinsel, seichte Feuchtgebiete ähnlich den Everglades.
Auf Kuba gibt es über 200 Flüsse, die jedoch allesamt nicht länger als 250 Kilometer sind und seit der starken Abholzung und den Monokulturen in weiten Bereichen der Ebenen kaum noch Wasser führen. Die wichtigsten Flüsse von Kuba sind: Río Cauto (der die ersten Jahrzehnte nach der Besiedlung durch die Europäer schiffbar war und heute ein träges, flaches, kaum fließendes Gewässer ist), Río Salado, Río Hanábana, Río Caonao, Río Jatibonico del Sur, Río Cojímar. Viele Gewässer sind heutzutage oftmals von einer starken Verschmutzung bzw. Verkrautung betroffen – so ist der Río Cojímar mittlerweile ein offener Abwasserkanal Havannas.
Geographische Lage
Kuba liegt etwas südlich des nördlichen Wendekreises zwischen 23°17’ und 19°49’ nördlicher Breite (Havanna liegt auf ähnlicher Breite wie Assuan oder Kalkutta), und zwischen 74° und 85° westlicher Länge.
Die Fläche des Archipels umfasst, einschließlich der Isla de Pinos, auch Isla de la Juventud genannt, und über tausend kleinen, auf dem kubanischen Schelf liegenden, Inseln, 110.922 km². Bei einer Länge von 1.250 km hat die Hauptinsel nur eine Breite von 32 bis 145 km. Der Abstand zu den benachbarten Antillen-Inseln beträgt 77 km nach Hispaniola und 140 km nach Jamaika; das nördlich gelegenen Florida ist 180 km (Key West 140 km) entfernt, und 210 km westlich von Kuba liegt Yucatán. Während die drei anderen Inseln der Großen Antillen ausgesprochenen Gebirgscharakter besitzen, wird das Oberflächenbild von Kuba, abgesehen von vier größeren Gebirgszügen, von ausgedehnten Tiefebenen geprägt.
Gesamtfläche
Dreiviertel der Fläche Kubas sind Ebenen, die zwischen 0 und ca. 100 m ü. NN liegen. Diese flachen Landschaften erscheinen sehr einförmig. Wenn Sedimentgestein als anstehendes Gestein die Bildung guter Böden zur Folge hatte, wird meist großflächig Zuckerrohr angebaut. Bei Serpentin als anstehendes Gestein entwickelten sich unfruchtbare Böden, die nur eine extensive Weidenutzung ermöglichen. Weideflächen verbuschen seit einigen Jahrzehnten mit dem aus Afrika eingeschleppten "Marabú" (Dichrostachys cinerea).

Zeitzone
Die geographische Zeitzone Kubas ist UTC-5. Bis 2004 wurde dies auch so gehandhabt, inklusive einer Sommerzeit. Aufgrund der Energiekrise in diesem Jahr verblieb man in der Sommerzeit (UTC-4, die von April bis Oktober galt) und wechselte nicht, wie sonst, zur normalen Winterzeit zurück (UTC-5 von Oktober bis April).
Klima
Das Klima ist tropisch. Es gibt eine trockenere Jahreszeit von November bis April und eine regnerische Jahreszeit von Mai bis Oktober.
Kuba liegt im Einzugsgebiet von Tropischen Wirbelstürmen, die sich jährlich von Juni bis November über dem Atlantik und in der Karibik bilden. Nicht selten trifft dabei ein schwerer Hurrikan kubanisches Festland und richtet schwere Verwüstungen an. Die Hurrikansaison 2008 mit drei schweren Hurrikanen, die Kuba trafen, Gustav, Ike und Paloma war eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der kubanischen
Geschichte. Es wurden hunderttausende Wohnungen zerstört, die Infrastruktur stark beschädigt und große Teile der Ernten vernichtet.
Durchschnittstemperatur in Grad Celsius
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Flora und Fauna
Die Insel ist bekannt für ihr Reichtum an verschiedenen Pflanzenarten und ihrer vielfältigen Tierwelt mit über 300 Vogelarten. In den urwaldartigen Mangrovenwäldern des Südens findet man viele Arten von Wasservögeln um im Norden eine Vielzahl von Flamingos. Etwa ein Drittel der Insel ist mit Mahagoni, Pinien und Mangrovenwälder bedeckt und ein weiterer Teil wird für Zuckerrohr und Tabakplantagen genutzt.
Die Insel besteht aus überwiegend aus Schiefer und Kreidesedimenten. An der flachen und sumpfigen Südküste gedeihen hauptsächlich Mangroven. Auf Kuba wachsen mehr als 6000 Pflanzenarten, rund die Hälfte davon ist endemisch. Die überall anzutreffende Königspalme (Reistonea regia) ziert das Landeswappen; auf der Insel sollen angeblich 20 Millionen Palmen stehen.
