
Ciudad de La Habana
Hauptstadt von Kuba und zugleich eigenständige Provinz. Havanna ist mit 2.201.610 Einwohnern (Volkszählung 2002) nach Caracas und Maracaibo (Venezuela) die drittgrößte Stadt in der Karibik.
Geschichte
Ursprünglich wurde Havanna im Jahr 1515 von dem Konquistador Diego Velázquez de Cuéllar in der Nähe der heutigen Stadt Batabanó gegründet. Im Jahr 1519 wurde Havanna an den heutigen Standort verlegt. Die Stadt entwickelte sich aufgrund der überaus günstigen Lage zu einem wichtigen Handels und Militärhafen.
Die Stadt litt sehr unter Angriffen von Piraten, die von den wertvoll beladenen spanischen Schiffen angezogen wurden: 1538 wurde sie niedergebrannt und 1553/1555 geplündert. Havanna wurde 1607 Hauptstadt der spanischen Kolonie Kuba. Großbritannien nahm 1762 während des Siebenjährigen Krieges die Stadt ein und tauschte sie im Pariser Frieden gegen Florida. Nachdem sie wieder in spanischem Besitz war wurde sie zur am stärksten befestigten Stadt Amerikas ausgebaut.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Platz der Revolution (Plaza de la Revolucion). Geprägt ist der Platz durch einen 142 Meter hoher Obelisken, der zusammen mit einer Sitzstatue José Martís an den Dichter und Freiheitshelden erinnert. Um den riesigen Platz herum gruppieren sich Regierungsgebäude, die wie das Monument aus den Jahren vor der kubanischen Revolution stammen. Darunter das Innenministerium mit einem Wandbild Ché Guevaras aus Stahl und dem monumentalen Gebäude des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas (PCC). Am Ersten Mai füllt sich der Platz mit Millionen von Menschen, die aus dem ganzen Land anreisen um den Feiertag zu begehen.
Unweit des Platzes der Revolution befindet sich der größte Friedhof Lateinamerikas, der Cementerio Cristóbal Colón.
Wirtschaft
Havanna ist der bedeutendste Industriestandort in Kuba. Angesiedelt ist hier insbesondere die Produktion von Metallwaren, Maschinen und chemischen Erzeugnissen. Außerdem werden Spirituosen (z.B. der Rum Havana Club), Tabakwaren und Textilien produziert. Zigarren, die in Havanna selbst gedreht werden, heißen nach der Stadt Havannas. Alle anderen Zigarren dürfen diesen Namen nicht verwenden
Sehenswürdigkeiten
Besonders sehenswert ist die Altstadt Havannas, mit ihren barocken und neoklassischen Monumenten, die zu den ältesten spanischen Kolonialsiedlungen gehört. Sie wurde bereits 1982 unter das UNESCO Weltkulturerbe gestellt, und wird seitdem stückweise restauriert. Eines der schönsten Gebäude darin ist der Palacio de los Capitanes Generales, der ehemalige Gouverneurspalast. Außerdem sehenswert ist das Castillo de la Real Fuerza, sowie die Hafenfestung auf der östlichen Seite der Einfahrt zur Bahia, La Cabaña.
Weitgehend von jeglicher Restaurierung verschont geblieben ist der Stadtteil Centro Habana, der sich westlich des Prado bis an den Malecon erstreckt. Dies ist gleichzeitig eines der ärmsten Viertel der Stadt, in das sich nur selten Touristen verirren. Die Bausubstanz hier ist überwiegend von Zerfall geprägt. Ein Besuch dieses Bereichs der Stadt bietet einen anderen Einblick in die Lebensbedingungen der kubanischen Bevölkerung als der Besuch von schon renovierten Gegenden der Stadt, wie z.B. Habana Vieja oder Vedado

Pinar del Río
Hauptstadt: Pinar del Río
Fläche: 10.931 km²
Einwohner: 721.900 Bevölkerungsdichte: 66,1 Einwohner pro km²
Pinar del Río ist die westlichste Provinz Kubas. Ihre Hauptstadt ist Pinar del Río. Mit 10931 km² ist sie Kubas drittgrößte Provinz und wird im Osten von der Provinz La Habana begrenzt. Im Norden grenzt sie an den Golf von Mexiko und im Süden an die Karibik.
Geografie
Die 175 km lange Cordillera de Guaniguanico bildet das Rückgrat der Provinz Pinar del Río. Sie erhebt sich am Pan de Guajaibón bis auf 699 Meter. Südlich und nördlich des Gebirges befinden sich Küstenebenen, deren Großteil sumpfig ist. Im Gebirge liegt die Sierra del Rosario welche unter UNESCO Schutz steht, außerdem liegt westlich davon die Sierra de los Órganos (Orgelpfeifengebirge). Im Tal dazwischen, dem Valle de Viñales, liegt der touristisch bedeutsame Ort Viñales. In diesem Tal befinden sich so genannte Mogotes, das sind bewachsene Kegelkarstfelsen. Aufgrund des karstigen Untergrundes gibt es außerdem viele Höhlen in dieser Gegend. Auch unterirdische Flüsse existieren.
Der längste Fluss der Provinz ist der Río Cuyaguateje, der 112 km lang ist, den westlichen Teil der Sierra de los Órganos entwässert und in die Bahía de Cortés fließt. Der größte Teil des Baumbewuchses besteht aus Kiefernwäldern, natürlich sind aber auch die für Kuba so typischen Königspalmen allgegenwärtig.
Eine bezüglich Flora und Fauna interessante Region ist auch das Biosphärenreservat Península de Guanahacabibes, diese Halbinsel ist gleichzeitig der westlichste Punkt Kubas. Ein Großteil der Küste von Pinar del Río war Mangrovenwald (vor der Abholzung) oder ist felsig (durch die erosiven Kräfte des Meeres sehr scharfkantige Felsen), also sind wenig Sandstrände vorhanden.

La Habana
Hauptstadt: Havanna
Fläche: 5.731 km²
Einwohner: 680.700
Bevölkerungsdichte: 118,5 Einwohner pro km²
Eine Provinz im Nordwesten Kubas, die um die gleichnamige kubanische Hauptstadt liegt. Die Provinz wird zwar von der Hauptstadt aus verwaltet, die Hauptstadt selbst bildet jedoch als Ciudad de la Habana eine eigenständige Provinz.
La Habana entstand erst 1975 im Zuge der politisch-administrativen Neugliederung Kubas und bedeckt eine Fläche von 5731 km².
Wirtschaft
Die wichtigsten Wirtschaftszweige der Provinz sind die Landwirtschaft, die Fischerei, sowie der Tourismus. Angesiedelt ist hier insbesondere die Produktion von Metallwaren, Maschinen und chemischen Erzeugnissen. Außerdem werden Spirituosen (z.B. der Rum Havana Club), Tabakwaren und Textilien produziert.
Stadt Santa Cruz del Norte: Die Stadt Santa Cruz del Norte wurde im Jahre 1800 gegründet. Wesentlich für die Stadtgründung war die Lage an der Flussmündung des Santa Cruz Flusses, dadurch bedingt die Ansiedlung der Fischerei, später der Zuckerrohrplantagen und der Zuckerfabrik, die heute den Namen "Camillo Cienfuegos" trägt. Im Jahre 1919 wurde am östlichen Ufer des Flusses die Rumbrennerei "Habana Club" gegründet, welche heute noch existiert.
Die Stadt Santa Cruz del Norte besteht heute aus 2 Teilen, dem alten Ort Stanta Cruz del Norte und dem Neubaugebiet, welches westlich des alten Ortes liegt. Das Neubauviertel bewohnen heute mehr Personen als die eigentliche Altstadt. Die Gebäude wurden von den Microbrigadas - freigestellte Arbeiter aller Qualifikationen - der regionalen Betriebe errichtet, somit leben auch vorwiegend Beschäftigte dieser Betriebe in den Blöcken dieses Gebietes.
Santa Cruz del Norte ist heute einer der industriellen Vororte von Havanna und war einmal als sozialistische Mustersiedlung geplant.

Matanzas
Hauptstadt: Matanzas
Fläche: 11.978 km²
Einwohner: 643.400
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner pro km²
Matanzas eine Provinz im Nordwesten Kubas, östlich der Hauptstadt La Habana. Die gleichnamige Hauptstadt der Provinz hat ca. 120.000 Einwohner.
Geografie
Bis auf vereinzelte Erhebungen ist Matanzas relativ eben. Dies prädestiniert das Gebiet für landwirtschaftliche Nutzung. Im Süden der Provinz befindet sich die Halbinsel Zapata, welche hauptsächlich aus Mangrovensümpfen besteht.
Geschichte
Am 17. September 1628 überfiel der holländische Freibeuter Piet Heyn in der Bucht von Matanzas die spanische Silberflotte und erbeutete Schätze im Wert von etwa 12 Millionen Gulden. Die Erbeutung des immensen Geldbetrages hatte Einfluss auf den Achtzigjährigen Krieg zugunsten der Holländer.
Die wohl bekannteste Bucht Kubas, die Bahía de Cochinos oder wie heute in Kuba gebräuchlicher die Playa de Girón auch Schweinebucht genannt liegt ebenfalls in der Provinz Matanzas.
Wirtschaft
Hauptwirtschaftsfaktor der Provinz ist die Landwirtschaft, vereinzelt wird Öl gefördert, jedoch ohne einen größeren Stellenwert einzunehmen. Auch der Tourismus ist eine bedeutende Devisenquelle. Hier ist besonders Varadero zu erwähnen. Dieser Ort bildet eines der so genannten Touristenghettos auf der Insel. Die meisten Urlauber hier sind Pauschalreisende, die lediglich Hotel- und Strandurlaub machen. Innerhalb dieser Orte sind Kubaner lediglich als Arbeitskräfte geduldet. Die kubanische Regierung versucht auf diese Art und Weise, die Kontakte zwischen Touristen und Einheimischen zu minimieren und so das Wohlstandsgefälle zwischen reichen Ausländern und armen Kubanern zu vertuschen um Ausreisewünsche von Seiten der Bevölkerung klein zu halten.
Cienfuegos
Hauptstadt: Cienfuegos
Fläche: 4.178 km²
Einwohner: 386.100
Bevölkerungsdichte: 66,1 Einwohner pro km²
Provinz im südlichen Zentral-Kuba. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt. Die Zuckerproduktion ist dominierend, Cienfuegos hat den größten Zuckerexporthafen Kubas. Krabbenfischerei ist ein wichtiger Wirtschaftszweig.
Tourismus
Der Tauchsport ist an der Küste die wichtigste Einnahmequelle des Tourismus.

Villa Clara
Hauptstadt: Santa Clara
Fläche: 8.662 km²
Einwohner: 825.800
Bevölkerungsdichte: 95,3 Einwohner pro km²
Ihre Hauptstadt ist Santa Clara. Wichtige Städte sind außer der Hauptstadt Placetas, Camajuaní, Remedios und Caibarién. Zuckerindustrie und etwas Tourismus sind die Haupterwerbsquellen der Provinz.
Tourismus
In dieser Region befindet sich der Cayo Santa María, auch als “Die weiße Rose der Gärten des Königs“ bezeichnet, mit sehr guten Stränden von feinstem weißen Sand, klarem, ruhigem und transparentem Wasser, wo der Meeresgrund mit seinen zahlreichen Korallenformationen und der großen Vielfalt von Meereslebewesen zum Tauchen und Unterwasserfotografieren einlädt.

Sancti Spíritus
Fläche: 6.744 km²
Einwohner: 453.300
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner pro km²
In Zentral-Kuba. Hauptstadt ist die Stadt Sancti Spíritus.
Zuckerindustrie und Viehzucht sind Haupterwerbsquellen. Daneben wird Reis und Tabak angebaut. Tourismus ist in der Provinz von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Trinidad, bis zum 19. Jahrhundert eine der bedeutendsten Zuckermetropolen Kubas, ist seit 1998 gemeinsam mit den 20 km außerhalb liegenden Zuckerrohrplantagen von Valle de los Ingenios Welterbe der UNESCO.
Trinidad ist eine Stadt mit ca. 36.000 Einwohnern in der Provinz Sancti Spíritus an der zentralen Südküste Kubas. Trinidad wurde 1513 von dem Seefahrer Diego Velázquez de Cuéllar mit dem Namen Villa De la Santísima Trinidad gegründet. Hernán Cortés brach von hier aus zur Expedition auf, die zur Eroberung Mexikos führte. Trinidad war auf dem Landweg nicht mit dem Rest des Landes verbunden, so wurden an der spanischen Krone vorbei Handelsbeziehungen zu anderen Ländern aufgebaut. Mit Tabak, Zucker und Viehzucht wurde im 16. bis 18. Jahrhundert einiger Reichtum aufgebaut. Auch 3 Plünderungen durch Piraten konnten das nicht zerstören. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Trinidad eine der bedeutendsten Zuckermetropolen Kubas. Durch Sklavenaufstände aber auch durch den allgemeinen Niedergang der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr im Zuge des Zuckerrübenanbaus in Europa endete die Blütephase der Stadt, die sich bis heute durch beeindruckende Bauten dokumentiert. Erst in den 1950er Jahren erlebte Trinidad wieder einen Aufschwung durch die neue Straßenverbindung nach Cienfuegos und Sancti Spíritus. In der ersten Hälfte der 1960er Jahre war die wenige Kilometer nördlich der Stadt gelegene Sierra de Escambray Rückzugsgebiet konterrevolutionärer Gruppen.
Ciego de Ávila
Hauptstadt: Ciego de Ávila
Fläche: 6.910km²
Einwohner: 396.000
Bevölkerungsdichte: 57.4 Einwohner pro km²
Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt Ciego de Ávila, welche an der Autobahn (carretera central) liegt. Die zweitgrößte Stadt ist Morón nahe der Nordküste. Die Provinz war bis 1975 Teil der Provinz Camagüey.
Vor der Nordküste liegen die cayos (Teil eines 400 km langen Korallenriffs mit kleinen und kleinsten Inseln). Ihre ausgedehnte tropische Vegetation und Flachwassergebiete bieten Lebensraum für über 150 Vogelarten. Um Cayo Coco siedelt die größte Kolonie Flamingos. Ein großer Teil der Inseln ist heute als Naturschutzreservat ausgewiesen.
Zwischen Morón und der Nordküste gibt es mehrere Seen, der größte davon ist die Laguna de la Leche (Milchsee). Er ist zugleich das größte Süßwasserreservoir Kubas. Die eigenartige weiße Färbung des Wassers stammt von Kalkvorkommen. An der Südküste gibt es Mangrovenwälder.
Tourismus
Ursprünglich war die Region um Morón vor allem für Angler und Jäger ein bevorzugtes Touristenziel. Seit ca. 1995 wurden die beiden größten Inseln Cayo Coco und Cayo Guillermo mit großen Hotelanlagen touristisch erschlossen. Sie sind seit 1989 über einen 17 km langen Damm mit dem Festland verbunden. Einheimische haben keine Zutritt zu den Touristen Ressorts.
Seit ca. 2003 ist auf Cayo Coco ein Flughafen in Betrieb (Jardines del Rey, CCC), der auch aus Europa direkt angeflogen wird. Damit entfällt für Chartertouristen der lange Transfer von Ciego de Avila. Der dortige Flughafen (Maximo Gomez, AVI) hat heute überwiegend noch nationale Bedeutung.
Im Municipio Bolivia befindet sich die Loma de Cunagua, ein weitgehend unberührtes Naturschutzgebiet. Die Hügellandschaft hat ca. 10 km Durchmesser und ca. 330 m Höhe ü.M. und ist mit ihren Wanderpfaden und Aussichtspunkten ein lohnendes Ziel für Naturbeobachtungen. Das Gebiet ist über Moron gut zu erreichen, Zugang ist jedoch nur zu Fuß oder im Rahmen geführter Touren möglich.
Cayo Coco: Sie ist Teil der Jardines del Rey (Gärten des Königs) genannten Inselkette, die sich über 600 km an der Nordküste Kubas erstreckt. Nach einer zeitweiligen Nutzung als Luftwaffenstützpunkt durch die Sowjetunion im Kalten Krieg gegen die USA dient die Insel heute ausschließlich dem Tourismus. Bekannt ist die Insel für ihre All-inclusive-Hotels. Die Insel bietet neben den weißen Sandstränden auch viele Korallenriffe zum Tauchen. In den seichten Buchten der Insel sind viele Wasservögel, z. B. Flamingos zu beobachten.
Mit dem Rest Kubas ist Cayo Coco durch einen ca. 17 km langen Steindamm verbunden, welcher Ende der 1980er Jahre fertiggestellt wurde. Der Zugang zur Insel wird an der Landseite des Dammes durch eine Kontrollstation überwacht. Nur Touristen und Angestellte der Hotels gelangen auf die Insel. Für den Zugang zur Insel wird der Reisepass und das Visum benötigt (Sicherheitskopien des Reisepasses werden nicht akzeptiert).
Cayo Coco besitzt einen eigenen Internationalen Flughafen. Die Nachbarinseln von Cayo Coco sind Cayo Guillermo und Cayo Paredón Grande.
Cayo Guillermo: Ist eine ca. 15 km² große Insel im Karibischem Meer vor der kubanischen Ostküste, im Gebiet der Jardines del Rey (Inselkette). Sie gehört zur Provinz Ciego de Ávila, welche im Zentrum der Inselrepublik Kuba liegt.
Cayo Guillermo ist neben der größeren Nachbarinsel Cayo Coco eine der beiden touristisch erschlossenen kubanischen Inseln, und über ein Straßen System mit Cayo Coco und Cayo Paredon Grande verbunden. Die Verbindung zum kubanischen Festland erfolgt über einen ca. 17 km langen Steindamm von Cayo Coco aus zum kubanischen Festland.
Die Entfernung zum internationalen Flughafen Jardines del Rey (CCC) vom touristisch erschlossenen Gebiet auf Cayo Guillermo beträgt ca. 40 km. Eine Fahrt nach Morón dauert ca. 70 Minuten, nach Ciego de Ávila muss man gut 2 bis 2 1/2 Stunden rechnen. Per Seeweg ist die Insel, sowie die Inselkette Jardines del Rey über den Grenz- und Jachthafen Cayo Guillermo erreichbar.
Das touristisch erschlossene Gebiet auf Cayo Guillermo umfasst zur Zeit (Stand: August 2006) 4 Hotelanlagen, die an der atlantischen Meerseite liegen. Zusätzlich sind zwei Strände (Playa Pilar und Playa del Medio) auf Cayo Guillermo zugänglich.
Im Norden der Insel - zur atlantischen Seite gerichtet - erstreckt sich ein kilometerlanger fein weißer Sandstrand, der nur von einer Steilbucht unterbrochen wird um im Westen der Insel wieder als fein weißer Sandstrand zu enden. Dem Strand weit vorgelagert sind diverse Korallenriffe.
Im Süden der Insel erstreckt sich eine faszinierende Mangrovenlandschaft, die mit dem Motorboot erkundet werden kann. Schnorcheln ist dort in ausgewählten Gebieten möglich.
Cayo Guillermo, genauso wie Cayo Coco und Cayo Paredón Grande, ist nur für Touristen und Mitarbeiter der einzelnen Hotels sowie der kubanischen Polizei zugänglich. Vom kubanischen Festland aus existiert am Beginn des Steindamms eine Pass- und Aufenthaltskontrolle.

Camagüey
Die Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt mit etwa 300.000 Einwohnern. Weitere wichtige Städte sind Florida und Nuevitas. Die Provinz besteht im wesentlichen aus Flachland. Die Zuckerproduktion und Rinderzucht sind dominierend. Im Südosten grenzt die Provinz an den Golf von Guacanayabo.
Hauptstadt: Camagüey
Fläche: 15.990km²
Einwohner: 774.100
Bevölkerungsdichte: 48.4 Einwohner pro km²
Tourismus
Das fast unberührte Camagüey Archipel im Norden ist auch als Jardines del Rey bekannt. Innerhalb dieses Naturparks befinden sich auch herrliche Sandstrände und viele vorgelagerte Inseln (sog. Cayos). Im Süden befindet sich ferner die Inselgruppe Jardines de la Reina, die zum Teil zur Provinz Camagüey gehört. Trotz guter Voraussetzungen ist der Tourismus nur gering.
Jardines del Rey: Eine Inselkette an der Nordküste Kubas genannt. Sie befinden sich im Norden der Provinz Ciego de Ávila, die im Mittelosten von Kuba liegt, zwischen den Provinzen Sancti Spíritus (westlich) und Camagüey (östlich).
Sie wurden 1513/1514 zu Ehren des damaligen Königs von Spanien Ferdinand II. Der Katholische "Jardines del Rey (Gärten des Königs)" getauft.
Cayo Coco und Cayo Guillermo, zwei der bekanntesten Inseln, sind natürliche Gebiete für Wassersport und Erholung, mit Stränden und reichlicher Waldvegetation, von Korallenriffen geschützt, mit einer vielfältigen Fauna, in der auch rosa Flamingos leben.
Von den vorgelagerten Inseln aus können Exkursionen und viele Rundgänge und –fahrten durchgeführt werden. Sie sind beliebte Tourismusziele. Dieses Reiseziel verfügt über ein modernes Hotelnetz der 4- und 5-Sterne-Kategorie. Die Städte Ciego de Ávila und Morón besitzen Punkte von historisch-kulturellem Interesse und Freizeiteinrichtungen.
Koordinaten: 22° 18' N, 78° 11' W
Jardines de la Reina: (Deutsch: Gärten der Königin) ist ein Archipel im Süden Kubas in den Provinzen Camagüey und Ciego de Ávila. Es wurde von Christoph Kolumbus zu Ehren der spanischen Königin Isabella die Katholische benannt.
Das Archipel befindet sich im Karibischen Meer bei 20° 50′ N und 78° 55′ W und ist ein beliebtes Ziel für Taucher und Fischer. Es umfasst ca. 660 Koralleninseln. Hierzu gehören unter anderem Cayo Breton, Cayo Alcatráz, Cayo Grande, Cayo Caballones und Cayo Anclitas. Große Teile des Archipels sind Teil des kubanischen Nationalparks Parque Nacional Jardines de la Reina.

Las Tunas
Hauptstadt: Las Tunas
Fläche: 15.990 km²
Einwohner: 774.100
Bevölkerungsdichte: 48,4 Einwohner pro km²
Las Tunas ist die westlichste Provinz der Ostregion Kubas und grenzt im Norden und Westen an Camagüey und den Atlantischen Ozean; im Osten an Holguín; im Süden an Granma und den Golf von Guacanayabo.
Las Tunas liegt im extremen Westen der Ostregion der Insel; man kennt es als "den Balkon des kubanischen Orients". An seinen Küsten am Atlantischen Ozean und am Golf von Guacanayabo befinden sich über 30 unberührte Strände. Der Strand Covarrubias empfängt heute internationale Touristen. Hier konzentriert sich der Tourismus dieser Provinz, auch die Entwicklung des Naturtourismus mit seinen Reizen und Reichtümern, unter denen die Heilquellen hervorzuheben sind.
Auch Hauptstadt der Bildhauerei genannt, ist Las Tunas ständiger Sitz des weitest reichenden und attraktivsten Bauernfestes des Landes: der Jornada Cucalambeana, eine Ehrung für den „König der kubanischen Décimas“, Juan Cristóbal Nápoles Fajardo, besser bekannt als Cucalambé.
Die Festung El Fuerte de la Loma, Nationaldenkmal, ist eines der von der spanischen Kolonialmacht gebauten Bollwerke in dieser Region, um den ungestümen Vormarsch der kubanischen Armee in den Unabhängigkeitskämpfen aufzuhalten.
In Las Tunas sind die Skulpturen Teil der Landschaft, der Kultur und des alltäglichen Lebens; auf der einen Seite das Monument der Arbeit, auf der anderen Seite die Köpfe der Indianerhäuptlinge Maniabo und Jibacoa und die Taíno-Säule. In Parks, auf Plätzen, an Springbrunnen und in Innenräumen harmonieren zahlreiche Stücke bedeutender kubanischer Bildhauer miteinander, wie der von Rita Longa geschaffene „Brunnen der Antillen“, dem bekanntesten Werk der Stadt. Überall findet man Skulpturen. Die Verwurzelung der Künstler mit der Stadt, der Stolz der Einwohner, die Wertschätzung dieser schöpferischen Werke, das alles war und ist das Anliegen der Begründer dieser Bewegung, und aus all diesen Gründen nennt man Las Tunas die Hauptstadt der kubanischen Bildhauerei.

Granma
Provinz in Südost-Kuba. Hauptstadt ist Bayamo.
Die Provinz liegt im Osten am Golf von Guacanayabo und im Westen umfasst sie einen erheblichen Teil der Sierra Maestra. Dort an der Grenze zur Nachbarprovinz Santiago de Cuba liegt die höchste Erhebung des Landes, der Pico Turquino (1974 m ü.NN).
Hauptstadt: Bayamo
Fläche: 8.327 km²
Einwohner: 819.500
Bevölkerungsdichte: 97,9 Einwohner pro km²
Tourismus
Die majestätischen Berge der Sierra Maestra, des größten kubanischen Gebirgsmassivs, das intensive Blau des Karibischen Meeres und die fruchtbaren Ebenen am Fluss Cauto, dem größten Fluss der Insel, machen Granma zu einer sehr kontrastreichen Provinz. Eine außergewöhnliche Terasse am Meer am Fuß des Gebirges, die reiche Flora und Fauna, über 40 archäologische Fundstätten der Kultur der Ureinwohner, historische Ereignisse aus den Unabhängigkeitskriegen der zweiten Hälfte des 19. und der Mitte des 20. Jahrhunderts sowie mehr als 60 km erforschbare Höhlen und Grotten motivierten die UNESCO, den Nationalpark Desembarco del Granma (Landungsstelle der Granma) zur Weltkulturstätte zu erklären.
Die Provinz gilt als Wiege der Entstehung der Nation; sie bewahrt ein reiches historisches und kulturelles Erbe, sichtbar in Traditionen wie den Pferdekutschfahrten, vor allem in der Provinzhauptstadt Bayamo, oder der berühmten Orgel von Oriente in der Stadt Manzanillo.
Zu den neueren Traditionen gehören die Feierlichkeiten am 20. Oktober, dem Tag der nationalen Kultur, in Erinnerung an den Tag, an dem in Bayamo zum ersten Mal das Lied gesungen wurde, das später zur Nationalhymne Kubas wurde.

Holguín
Hauptstadt: Holguín
Fläche: 9.300 km²
Einwohner: 1.013.600
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner pro km²
Im nördlichen Ost-Kuba. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt. Die Zucker- und Kaffeeproduktion sowie Bergbau sind wirtschaftlich bedeutend.
Tourismus
Holguín stellt einen der reichsten Schauplätze der kubanischen Natur dar. Hohe Gebirge, fruchtbare Ebenen und Strände feinen Sandes wechseln sich ab in der Landschaft dieser Provinz von einzigartiger Schönheit und vielfachen Reizen. Hier in Bariay war es, wo 1492 der Admiral Christoph Kolumbus landete und fasziniert war von der Schönheit der Insel.
Die Holguiner Strände gehören zu den malerischsten der Karibik; von türkisfarbenen Wasser, warm und ruhig durch den natürlichen Schutz, den ihnen die Korallenformationen bieten, sind sie eine Empfehlung zum Sonnenbaden in Kuba. Sie sind umgeben von dichter Vegetation, deren intensives Grün einen fabellosen Kontrast zum dem weiß-goldenen Ton des Sandes und dem Hellblau des Meeres bildet.
Die Stadt Holguín garantiert ein umfangreiches Unterhaltungsangebot. Die Stadt durchlaufen, die Küstenstadt Gibara besuchen, die Kultur der Ureinwohner in Banes kennen lernen, sich in die Wälder begeben und den Zauber der Bucht von Naranjo entdecken, die Natur von Cayo Saetía bewundern oder nach Pinares de Mayarí wandern, sind einige der interessantesten Möglichkeiten.
Alexander-von-Humboldt-Nationalpark: (Parque Nacional Alejandro de Humboldt) ist ein Nationalpark im Osten Kubas in den Provinzen Holguín und Guantánamo. Er wurde nach dem deutschen Wissenschaftler Alexander von Humboldt benannt, der die Insel 1800 und 1801 besuchte. Der Nationalpark wurde 2001 in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen wegen seiner Größe, Höhenunterschiede, landschaftlichen Diversität und der Vielzahl an endemischen Arten in Flora und Fauna. Auf einer Fläche von 71.140 Hektar (68.890 Hektar terrestrischer und 2250 mariner Ökosysteme) umfasst der Nationalpark von Mangroven und vorgelagerten Riffen bis zu dem 1168 Meter hohen Gipfel des "El Toldo" alle wichtigen Landschaftselemente und Ökosystemtypen der Region.
Vom dem an der Bahia de Taco gelegenem Besucherzentrum (20° 30' 24" N, 74° 40' 19" W) werden geführte Touren durch den Nationalpark angeboten, darunter eine Erkundung der Mangrovenwälder der Bahia der Taco mit dem Ruderboot.
Das Besucherzentrum besteht aus mit Stroh gedeckten Hütten und liegt an der Straße Moa-Baracoa, welche in diesem Abschnitt keine Asphaltdecke besitzt. Von Moa kommend befindet es sich ca. 3 km nach der Brücke des kleinen Ortes Nibuión
Bei einer Teilnahme an den Touren ist die Entrichtung einer Gebühr für den Nationalparkbesuch notwendig.

Santiago de Cuba
Hauptstadt: Santiago de Cuba
Fläche: 6.170 km²
Einwohner: 1.016.600
Bevölkerungsdichte: 165 Einwohner pro km²
Provinz in Ost-Kuba. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt Santiago de Cuba mit 554.000 Einwohnern. Palma Soriano (125.000), Contramaestre (88.000), Mayarí (80.000), San Luis (65.000) und Songo-la Maya (50.000) sind weitere wichtige Städte. Außerhalb der Stadt sind die Natur und die malerischen Strände an der Südküste zum Karibischen Meer hin sehenswert. Wie in keiner anderen Region des Landes mischen sich die Rassen und Kulturen und bereichern die “karibischste aller kubanischen Städte”, wie sie auch genannt wird.
Das Volk von Santiago ist ein Volk, das stolz darauf ist, dass es zur einzigen Heldenstadt der Republik Kuba gehört, ein Titel, der den außerordentlichen Beitrag der Menschen der Stadt in den Befreiungskämpfen der Kubaner würdigt.Diese Region, die über die notwendige Infrastruktur verfügt, um den Event-, Kongress- und Städtetourismus zu entwickeln, besitzt außerdem in ihrer Berg- und Unterwasserlandschaft alle Bedingungen, um den Ökotourismus in all seinen Modalitäten wie Abenteuer und Wandern zu entwickeln, sowie Wassersportveranstaltungen, Kreuzfahrschiffreisen und den Gesundheits- und Lebensqualitätstourismus anzubieten.Für die in Santiago Ankommenden gibt es verschiedene Unterkunft Möglichkeiten in der Stadt und der Umgebung. Eine Vielzahl von Hotels und Restaurants, sowohl in Verbindung mit dem Meer als auch mit der Natur, sind immer eine Garantie für die Besucher, die Animation und Komfort suchen.
Landwirtschaft (Bananen, Kakao und Kaffee), Bergbau (Eisen, Nickel) und etwas Tourismus sind die Haupterwerbsquellen der Provinz.

Guantánamo
Hauptstadt: Guantánamo
Fläche: 6.178 km²
Einwohner: 507.300
Bevölkerungsdichte: 2 Einwohner pro km²
Guantánamo ist eine Provinz im südlichen Ost-Kuba. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt.
Guantánamo ist die östlichste des Landes. Ihre Hauptstadt heißt genauso wie die Provinz und liegt im Südosten Kubas am Ufer des Flusses Guaso. Diese Stadt ist das Zentrum einer reichen Kaffee- und Zuckerrohrregion. Gegründet Anfang des 19. Jahrhunderts durch Franzosen, die vor dem Sklavenaufstand in Haiti flohen, bewahrt Guantánamo viele Spuren der französischen Architektur. Die Stadt liegt 30 km landeinwärts des Hafens Caimanera, der sich in der Bucht von Guantánamo befindet, die als eine der besten Buchten des Landes gilt, wo die Vereinigten Staaten von Amerika einen bedeutenden Marinestützpunkt unterhalten, genannt das Pearl Harbour des Atlantik.
Geschichte
Zur spanischen Kolonialzeit war die Provinz Teil der alten Provinz Oriente. Südlich der Hauptstadt befindet sich an der Guantanamo Bay ein US-amerikanischer Flottenstützpunkt. Die Vereinigten Staaten nahmen Guantánamo Bay während des Spanisch-Amerikanischen Kriegs 1898 ein. Seit 1903 ist Guantánamo von der amerikanischen Regierung gepachtet, wobei nach amerikanischer Auslegung der Pachtvertrag nur aufgelöst werden kann, wenn dem beide Parteien zustimmen. Die USA unterhalten auf Guantanamo Bay ein Gefangenenlager für Gefangene des Kriegs gegen den Terror.
Guantánamo-Bucht
Die Guantánamo-Bucht (spanisch Bahía de Guantánamo) ist eine 20 Kilometer breite und acht Kilometer lange Bucht des Karibischen Meeres im südlichen Teil Kubas. Sie trägt den Namen der zwölf Kilometer nördlich gelegenen Stadt Guantánamo. Im deutschen Sprachraum ist auch die englische Bezeichnung Guantanamo Bay geläufig, die sich aber zumeist auf den gleichnamigen Stützpunkt des US-Militärs bezieht und im südlichen Teil der Bucht – rund 15 Kilometer außerhalb der Stadt – liegt. Der Stützpunkt heißt auf Englisch Guantanamo Bay Naval Base (GTMO). Die Bucht hat einen Hafen, der aufgrund der großen Wassertiefe auch für U-Boote und große Schiffe geeignet ist. Bereits im Kolonialzeitalter stand die Guantánamo-Bucht im Fokus militärstrategischer Überlegungen. So wurde die Bucht zum Schauplatz eines britischen Landeunternehmens im Verlauf des so genannten „War of Jenkins' Ear“ (1739–1742). Im Rahmen eines Versuches, den westlich der Bucht gelegenen spanischen Hafen Santiago de Cuba einzunehmen, nutzte das eingesetzte britische Expeditionskorps die geographischen Vorteile der Bucht zunächst für die Landung ihrer Infanterie (23. Juli 1741). Als sich später herausstellte, dass ein Angriff über Land wegen der Unpassierbarkeit des einzigen Weges nach Santiago unmöglich war, reklamierten die Briten die Bucht für sich und benannten ihren Ankerplatz nach dem zweiten Sohn des damaligen englischen Königs „Cumberland Harbour“. Ihr weiter im Landesinneren gelegener Lagerplatz sollte zu einer dauerhaften britischen Befestigung auf Kuba ausgebaut werden und hieß – zu Ehren des Königs selbst – „Georgestadt“. Nachdem die britischen Truppen infolge von Tropenkrankheiten während ihres mehrmonatigen Aufenthaltes stark dezimiert worden waren, gaben sie das Unternehmen auf, zerstörten Georgestadt wieder und verließen die Insel im Dezember 1741.
Bis 1897 versuchten die USA der damaligen Kolonialmacht Spanien die gesamte Insel Kuba abzukaufen. Im Jahre 1898, während des Spanisch-Amerikanischen Krieges, besetzten die USA die Guantanamo-Bucht, da sich dort eine bedeutende Hafenanlage befand. Durch den Pariser Frieden vom 10. Dezember 1898 erlangte Kuba die Unabhängigkeit, geriet aber in politische und wirtschaftliche Abhängigkeit der USA. Diese übten ihre Kontrolle und Vorherrschaft durch die Einsetzung proamerikanischer Präsidenten und Diktatoren und mehrere militärische Interventionen aus (unter anderem 1899–1903). Von Januar 1899 bis Mai 1902 stand die Insel unter US-amerikanischer Militärverwaltung. 1901 wurde der so genannte Platt Amendment in die Verfassung Kubas aufgenommen. Dieser schränkte die Souveränität des Landes erheblich ein. Er gewährte den USA ein Interventionsrecht im Falle innerer Unruhen und sah die Abtretung kubanischen Territoriums als Flottenbasis vor.

Isla de la Juventud
Hauptstadt: Nueva Gerona
Fläche : 3.056 km²
Einwohner: 100.000
Geographische Lage: Koordinaten: 21° 44′ N, 82° 51′ W21° 44′ N, 82° 51′ W
Die Isla de la Juventud (dt. Insel der Jugend, auch Isla de Pino, dt. Kieferninsel) ist die größte Neben-Insel Kubas. Sie ist keine eigene Provinz, sondern wird als Sonderverwaltungsgebiet behandelt. Die Insel liegt im Golfo de Batabanó im Archipiélago de los Canarreos auf der karibischen Seite Kubas. Nueva Gerona ist der Hauptort und mit ca. 15.000 Einwohnern gleichzeitig die größte Stadt der Insel.
Geschichte
Archäologische Funde deuten auf die Guanahatabey-Indianer als erste Siedlungsgruppe hin, die vermutlich als Nomaden in küstennahen Höhlen lebten. Später wurde die Insel von den Ciboney aus Venezuela und (etwa ab dem 3. Jahrhundert n. Chr.) den Taíno vom benachbarten Jamaika besiedelt. Die Ureinwohner nannten die Insel Siguanea, bis Christoph Columbus auf seiner zweiten Reise in die Neue Welt im Juni 1494 hier landete und ihr den Namen La Evangelista gab. Vom 16. bis 18. Jahrhundert war die Insel Rückzugsgebiet vieler Piraten, darunter auch solch prominenter Namen wie Francis Drake, John Hawkins, Thomas Baskerville und Henry Morgan. Die Aktivitäten auf der dann Parrot Island genannten Insel sollen Robert Louis Stevenson zu seinem weltberühmten Roman Die Schatzinsel inspiriert haben.
Später hieß die Insel Isla de Pinos (Kieferninsel manchmal fälschlicherweise auch als Fichteninsel übersetzt) und war insbesondere bis zur Batista-Diktatur als Gefängnis-Insel berüchtigt. Hier saß unter anderem im 19. Jahrhundert José Martí ein, und später von 1953 bis 1955 die Moncadistas um Fidel Castro. Auch während des Guerillakampfes wurden viele Revolutionäre insbesondere aus der „Bewegung des 26. Juli“ (M-26-7) auf die Insel verbracht, so z.B. Armando Hart. Noch heute können die Ruinen des 1928 errichteten Gefängnisses Presidio Modelo besichtigt werden, in dem bis zu 6.000 Gefangene in fünf Rundgebäuden gefangen gehalten wurden.
Nach der kubanischen Revolution sollte die landwirtschaftliche Entwicklung auf der Insel vorangetrieben werden. Zu diesem Zwecke kamen viele tausend junge Leute, vor allem aus Ländern der Dritten Welt zum Lernen und Arbeiten auf die Isla, was die symbolträchtige Namensänderung in Jugendinsel (1978) erklärt. Die meisten der zahlreichen Internatsschulen sind heute verwaist. Die Insel wurde unter anderem als Schatz-, Piraten- oder Goldinsel bekannt.
Ein Kubaner, der von der Isla spricht, meint damit fast ausschließlich die Jugendinsel und nicht sein großes Heimat-Eiland.
